

Die Gebrüder Grimm und die Göttinger Sieben
Wer Göttingen sagt, trifft damit auf die berühmten Gebrüder Grimm. Insgesamt zählten drei Brüder zu den Gebrüdern Grimm, wovon sich einer als Maler betätigte und die beiden anderen als Professoren. Die Brüder lebten einst in der Goetheallee 6 in der Stadt Göttingen. Bis 1981 stand neben diesem Haus ein Hörsaalgebäude, das allerdings abgerissen wurde. Die Gebrüder Grimm mussten wegen ihres Mutes, mit dem sie sich gegen den Verfassungsbruch des Königs Ernst August stellten, der in Hannover weilte, Göttingen verlassen. Dies geschah gegen ihren Wunsch, da sie wegen ihres Protests aus dem Staatsdienst entlassen wurden. An sie erinnert eine Gedenktafel in Göttingen. Ihrer Kreativität hat diese Geschichte allerdings keinen Abbruch getan. Heute sind ihre Märchen in über 160 Sprachen übersetzt und die ganze Welt kennt die Gebrüder Grimm.
Zu den Göttinger Sieben zählten neben den Brüdern Jacob und Wilhelm Grimm auch der Historiker Friedrich Christoph Dahlmann und der Orientalist Heinrich Ewald, der Literaturhistoriker Georg Gottfried Gervinus und der Staatsrechtler Wilhelm Eduard Albrecht sowie der Physiker Wilhelm Weber. Alle Sieben wurden am 11.Dezember 1837 ihrer Ämter wegen ihres Protestes enthoben. Bettina von Arnim und Alexander von Humboldt setzten sich gemeinsam mit Friedrich Carl von Savigny und Karl Lachmann sowie vielen anderen dafür ein, dass die Gebrüder Grimm am 2. November 1840 nach Berlin durch König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen eingeladen wurden. So kamen sie in die Gunst, in die Akademie der Wissenschaften aufgenommen zu werden.
