Berühmtheiten

Wer über die Ursprünge der Archäologie nachdenkt, kommt auf Göttingen. Der Gelehrte Johann Joachim Winckelmann löste in ganz Europa im 18. Jahrhundert eine wahre Begeisterungswelle für die Antike und die griechische Kunst aus. Einer der wichtigen Briefpartner Winckelmanns war Heyne. Christian Gottlob Heyne, Professor in Göttingen mit dem Lehrstuhl für Poesie, war durch den Austausch mit Winckelmann so inspiriert, dass er dessen Gedanken zur griechischen Kunst und zur Antike als Ausgangspunkt für ein akademisches Lehrfach machte. Heyne selbst hielt lange Jahre Vorlesungen über das Thema Archäologie der Kunst des Alterthums in der Göttinger Universität. Unter den Zuhörern befanden sich auch August Wilhelm Schlegel und Wilhelm von Humboldt.

Nicht nur in der Vergangenheit hatte Göttingen einen besonderen Ruf. Über 40 Nobelpreisträger zeichnen mit ihrem Lebenslauf für die Stadt Göttingen. Herbert Kroemer, Physiker erhielt den Nobelpreis in Physik erst im Jahr 2000. Otto Wallach für Chemie im Jahr 1920, Richard Zsigmondy ebenfalls für Chemie im Jahr 1925, Adolf Windaus, Chemie im Jahr 1928. Für Physik erhielten James Franck und Gustav Hertz im Jahr 1925, Max Born im Jahr 1954 den Nobelpreis. Aktuell sind in Göttingen die Preisträger Manfred Eigen, Chemie im Jahr 1967 und Erwin Neher, Medizin im Jahr 1991 in Göttingen beschäftigt.